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10 UI Hacks die jeder Entwickler kennen muss

Chris Wolf

Chris Wolf

UI/UX for Laravel Developers.
Hast du schon mal ein Tool benutzt und dich gefragt "Was zum Teufel haben die sich dabei gedacht?" - dann bist du nicht allein. Zum Gl√ľck gibt es Hilfe. Jakob Nielsen gibt mit seinen 10 Heuristiken jedem Webentwickler ein Paar St√ľtzr√§der an die Hand, mit denen es leichter wird, wirklich benutzbare Software zu entwickeln. Hier sind die 10 Hacks in ihrer ganzen Pracht.

√úber Jakob Nielsen

Jakob Nielsen ist ein renommierter Web-Usability-Berater. Er ist Mitbegr√ľnder der Nielsen Norman Group und hat mehrere B√ľcher √ľber Web Usability verfasst, darunter "Designing Web Usability" und "Usability Engineering". Er hat an der Technischen Universit√§t D√§nemark im Bereich Mensch-Computer-Interaktion promoviert. In diesem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf seine Arbeit und was er √ľber Web Usability zu sagen hat.

Die 10 Usability-Heuristiken

1. Sichtbarkeit des Systemstatus

Der Nutzer sollte immer sehen können, in welchem Zustand sich das System befindet und welche Maßnahmen er ergreifen kann.

Indem wir daf√ľr sorgen, dass die Nutzer/innen den Systemstatus immer klar erkennen k√∂nnen, schaffen wir eine reibungslosere Interaktion zwischen Nutzer/innen und Technologie und helfen den Nutzer/innen, ihr Ger√§t oder ihre Anwendung effizienter zu nutzen.

2. √úbereinstimmung zwischen dem System und der realen Welt

Die Benutzeroberfläche sollte eine Sprache verwenden, mit der der Benutzer vertraut ist und Konzepte, die er leicht verstehen kann.

Dieser Punkt bezieht sich insbesondere auf die sprachliche Gestaltung des UI. Anstatt technische Begriffe zu nutzen, sollten allgemein verständliche Begriffe genutzt werden.

Wenn du sicherstellst, dass jedes Element der Benutzeroberfl√§che eine klare Botschaft auf nat√ľrliche Weise vermittelt, f√ľhlen sich die Nutzer/innen wohler, wenn sie durch die verschiedenen Systeme navigieren.

3. Benutzerkontrolle und Freiheit

Der Benutzer sollte in der Lage sein, jede Aktion r√ľckg√§ngig zu machen, wenn er einen Fehler macht.

Durch die M√∂glichkeit der Selbstkorrektur k√∂nnen die Nutzer/innen selbstbewusst durch die Benutzeroberfl√§che navigieren, da sie wissen, dass Fehler schnell und einfach r√ľckg√§ngig gemacht werden k√∂nnen. Dank dieser Freiheit k√∂nnen die Nutzer/innen stressfrei mit deinem Produkt interagieren, was zu einem angenehmeren und sinnvolleren Erlebnis f√ľhrt.

4. Konsistenz und Standards

Die Benutzeroberfl√§che sollte konsistent sein, damit die Nutzer/innen wissen, was sie erwarten k√∂nnen und ihr Wissen von einem Teil des Systems auf einen anderen √ľbertragen k√∂nnen

Wenn die Benutzeroberfl√§che durchg√§ngig konsistent ist, werden die Nutzer/innen mit dem System vertraut und f√ľhlen sich in der Lage, ihr Wissen von einem Teil auf den anderen zu √ľbertragen. Ein einheitliches Design stellt au√üerdem sicher, dass jede Seite intuitiv aussieht und sich auch so anf√ľhlt, wenn ein Nutzer durch das System navigiert, damit er das Gesuchte problemlos findet.

5. Fehlervermeidung

Die Benutzeroberfläche sollte Fehler von vornherein verhindern oder einfache Möglichkeiten bieten, sie zu beheben, wenn sie doch einmal auftreten.

Darunter fallen auch Sicherheitsabfragen wie "Soll der Eintrag wirklich gelöscht werden?" oder "Soll die Email wirklich ohne Anhang versendet werden?".

6. Wiedererkennbarkeit statt Erinnerungsfähigkeit

Die Benutzeroberfl√§che sollte es den Nutzern leicht machen, die ben√∂tigten Informationen zu finden. Sind die Klickstecken lang weil Buttons hinter Men√ľs verborgen sind, muss der Nutzer sich beim n√§chsten mal erinnern, wie er zu einem bestimmten Ergebnis kommt.

7. Flexibilität und Effizienz bei der Nutzung

Die Benutzeroberfl√§che sollte so gestaltet sein, dass die Nutzer/innen Aufgaben schnell und effizient erledigen k√∂nnen, ohne viele Schritte durchlaufen oder komplexe Mechanismen nutzen zu m√ľssen

8. √Ąsthetik und minimalistisches Design

Die Benutzeroberfl√§che sollte ansprechend aussehen und einfach zu bedienen sein, ohne zu √ľberladen oder un√ľbersichtlich zu sein.

Apple macht es vor: Reduktion von Optionen, Konzentration auf das das Wesentliche und die Abwesenheit von visuellem Lärm sind wichtige Aspekte der Designphilosophie des Unternehmens. Der Nutzer soll die Informationen finden, die er braucht, ohne durch nicht zusammenhängende Inhalte oder Dekorationen abgelenkt zu werden.

9. Hilf den Nutzern, Fehler zu erkennen, zu diagnostizieren und zu beheben

Die Benutzeroberfläche sollte den Nutzern helfen, Fehler zu erkennen, wenn sie auftreten, und ihnen Hinweise geben, wie sie diese effektiv beheben können.

10. Hilfe und Dokumentation

Die Benutzeroberfläche sollte mit einer Dokumentation oder einem Hilfesystem ausgestattet sein, damit die Benutzer/innen bei Bedarf lernen können, wie sie sie effektiv nutzen können.

Fazit

Wenn du die 10 oben genannten Nielsen-Heuristiken befolgst, kannst du das Nutzererlebnis (UX) auf deiner Website oder in deiner Anwendung erheblich verbessern. Und wenn die UX verbessert wird, steigen auch die Kundenzufriedenheit, das Engagement, die Konversionen und die Kundenbindung. Mit anderen Worten: Es lohnt sich, bei der Gestaltung den Nutzer im Blick zu haben.


Jakob Nielsens Arbeit zur Web-Usability hat die Gestaltung von Websites heute nachhaltig beeinflusst. Seine 10 Usability Heuristiken f√ľr die Gestaltung von Benutzeroberfl√§chen werden von Designern immer noch als Richtlinien f√ľr die Gestaltung benutzerfreundlicher Websites verwendet. Wenn du mehr √ľber Jakob Nielsen oder Web-Usability im Allgemeinen erfahren m√∂chtest, empfehlen wir dir seine Website oder eines seiner B√ľcher.